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Helena Michaelsen versucht sich auf neuem Terrain: unter dem Pseudonym „Angel“ veröffentlicht die ehemalige Trail-of-Tears-Sängerin ihre ersten Solo-Versuche. Die Vorab-Single „Don't Wanna Run“ gibt die grobe Richtung des Materials vor. Die Songs sind sehr ruhig, dennoch düster und nachdenklich. Vom Metal sind die Nummern jedoch weit entfernt und könnten eher als düsterer Sinfonic-Pop bezeichnet werden. Das Titelstück basiert lediglich auf Helenas Stimme wie einem Piano. Im Laufe der Ballade setzen künstliche Streicher ein - Gänsehaut-Gefahr. „Mother“ liegt in einer Akustik-Version vor, schlägt in die gleiche Kerbe wie „Don't Wanna Run“ und gefällt mir persönlich noch besser. „Heaven“ gibt sich ebenfalls ruhig und bedächtig. Nur der zweite Non-Album-Track (neben „Heaven“) „Darkness“ ist düster, wirr und abgedreht. Da hat sich Michaelsen sicher von der großen Kari Rueslatten inspirieren lassen. Unterstützt wird die Norwegerin von den Musikern ihrer neuen Band Imperia. Doch es ist ihre grandiose Stimme, die dem Material seine Spannung verleiht. Musikalisch ist das alles etwas dürftig, dafür entlohnt aber die engelsgleiche Stimme Helenas. Für Fans von Trails of Tears oder Imperia ist die Single sicher nichts. Wer aber auf die Soloalben von Kari Rueslatten steht, sollte ein Ohr riskieren. Mal sehen, ob das Album auch in diese ruhige Richtung tendiert. Autor: [Jens] / www.wallsoffire.de |
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